Non-Fiction

Die Non-Fiction-Titel mögen auf den ersten Blick sehr heterogen erscheinen. Sind sie aber nicht - bloß unterschiedliche Verpackungen derselben Weltsicht. Das trifft mehr oder minder auf all meine Bücher zu, obwohl sich natürlich alles ein wenig verschiebt, wenn man es in eine neue Form bringt. Ähnlich wie es beim Wein manchmal Spaß macht, die Flasche zu wechseln, bloß um zu sehen, ob der Geschmack anders ist.

Um 1990 bat mich jemand, ein Buch über Italien zu schreiben, lehnte es dann jedoch ab, nachdem ich die ersten Kapitel geschickt hatte - ungeeignet, die Engländer zum Träumen von der Toskana zu ermutigen, wurde mir mitgeteilt. Ich veröffentlichte das Buch trotzdem; es war der Versuch, mehr oder weniger genüßlich all das, was ich in meinen zehn Jahren in Italien gelernt hatte, in Worte zu fassen, indem ich das Zusammenleben mit den Nachbarn in unserem kleinen Palazzo beschrieb. Das war Ein Haus im Veneto .

Einige Jahre später entstand Mein Leben im Veneto, ein Buch, in dem ich mittels einer heiteren Betrachtung der Art und Weise, wie unsere Kinder hier in Italien aufwachsen, das Phänomen des Nationalcharakters unter die Lupe nahm. Vermutlich bin ich der Sentimentalität nie näher gekommen als hier - und das war nicht sehr nah, hat man mir gesagt.

Ehebruch und andere Zerstreuungen war ein Versuch, Essay und Erzählung in einer Form zu vereinigen, die sowohl spannend als auch reflektiert ist. Wahrscheinlich wollte ich einen Weg finden, um alles, worüber ich nachgedacht und was ich gelesen hatte, auf kohärente und gut lesbare Art zusammenzufassen. Ich denke oft, daß dies mein bestes Buch ist.

Translating Style Translating Style untersucht, wie man sich die Weltsicht eines Schriftstellers erschließen kann, indem man sich anschaut was passiert, wenn man seine Werke übersetzt. Vielleicht diente mir das aber auch bloß als Vorwand, um über ein paar meiner Lieblingsautoren zu schreiben: Lawrence, Henry Green, Samuel Beckett. Es gibt auch Kapitel über Woolf, Joyce und Barbara Pym.

Hell and Back ist eine Sammlung von Essays, die zum größten Teil bereits in der New York Review of Books erschienen sind; allerdings hatte ich beim Schreiben von Anfang an ein Buch im Sinn. Hier verwende ich meine Besprechungen der Bücher anderer Autoren, um ein mehr oder minder kohärentes Bild davon zu entwerfen, wie ich das Unternehmen Schreiben betrachte.

Und schließlich ist da das jüngste Werk, Eine Saison mit Verona . Nicht gerade leicht zu beschreiben, dieses Buch. Es ist die (nervenaufreibende) Geschichte einer Fußballsaison, es ist eine (verrückte) Serie von Reisen kreuz und quer durch Italien, und vor allem ist es ein Versuch, den gewaltigen Raum zu erforschen, den der Fußball heutzutage in den Köpfen der Menschen einnimmt. Kurz — es dreht sich um Fußball und um Italien, aber es ist keineswegs ausschließlich etwas für Fußball- oder Italienfans, und schon gar nicht nur für Fans des italienischen Fußballs.